14 Juni

Um meinen geschunden Koerper wieder auf Vordermann zu bringen ging ich am Montag erst mal ins Gym. Am Dienstag war das Finalspiel der NBA Saison, weshalb ich mich mit ein paar Tueten Chips ausstattete und vor den Fernseher in unserem "Aufenthaltsraum" warf. Tarek kam auch vorbei, da er mit uns (Pavel und mir) fuer die Detroit Pistons feuerten. Diese spielten gegen die Los Angeles Lakers, welche ziemlich versnobbt und deshalb bei den meisten hier auch nicht sonderlich beliebt sind. Zu unserer Freude machten die Pistons das Spiel mit 100 Punkten (!!!) und einem riesigen Vorsprung.

Da Tarek irgendwie mit Arabien vewurzelt ist (auch wenn man das irgendwie kein bisschen sieht), fragte er, ob ich mit ihm auf ein arabisches Konzert nach DC gehe. Als ich mich also rechtzeitig von der Arbeit auf den Weg nach Hause machen wollte, fing es fuerchterlich an zu regnen. Ich hatte aber einen Schirm dabei und zog dann trotzdem los. Ich hatte allerdings nicht erwartet, dass es so extrem ist. Strassen standen unter Wasser ich musste durch wadenhohe Wasser, da es keine andere Moeglichtkeit gab, weiter zu kommen. Zu Hause angekommen haengte ich dann alles zum trocknen auf und machte mich Pavel und Tarek auf den Weg nach DC.

Das Konzert war grossartig und ich schrieb waerenddessen sogar noch an meinem Bericht fuers Fraunhofer arbeiten.

Mary Edith fragte mich die Woche zuvor, ob ich nicht Lust haette, mit durch Adams Morgan zu ziehen, da eine Freundin von ihr aus New York vorbeikommen wollte. Tarek holte mich also um 9.00PM ab, nachdem ich trainieren war. Wir nahmen die Metro, trafen den Rest der Gesellschaft an der Metrostation und gingen geschlossen zum Heaven 'n Hell Club. War auch ganz lustig und wir tanzten auf Black Music und einen Mix aus alten Klassikern. Anschliessend gingen wir noch in die Bar Adams Mill, wo Denisha bekannt ist und die Getraenke sind deshalb meist recht guenstig.

Am Samstag machte ich eine Tour durch Georgetown, wo ich ein paar Geschaefte abklapperte und dann auch noch einige Fotos schuss. Nebenbei kaufte ich dann auch noch ein paar Kleinigkeiten, wie z.B. eine Landkarte von Amerika und eine Karte von DC mit allen Metrostationen und Sehenswuerdigkeiten. Ausserdem fand ich auch noch einen Motivspiegel, den ich habe musste. Es machte einfach Spass, das geniale Wetter zu geniessen. Es war warm, sonnig und die Luftfeuchtigkeit war im Gegensatz zu den meisten Tagen ziemlich gering. Nachdem ich Tarek zweimal versucht habe anzurufen, schaffte ich es beim dritten mal, ihn zu erreichen und wir machten einen Treffpunkt an der Water Front aus. Als ich dann dort wartete, vollgepackt mit Zeug, welches zum groessten Teil in meiner Ledertasche Platz fand, kam zuvaelligerweise Daniel und Brian vorbei, worueber ich sehr erstaunt war, denn weder ich wusste, wo sie sind, noch sie hatten eine Ahnung wo ich mich aufhalte. Ausserdem ist DC bekanntlich auch nicht gerade klein. Anschliessend bat mich jemand, ein Photo zu schiessen, bei denen man aber deutlich den deutschen Akzent erkennen konnte und Deutsche habe ich bisher noch nicht viele getroffen. Um 9.30PM quickte mich dann eine Frauenstimme an, die wie sich herausstellte, von Mary Edith kam, vor der ich auch nicht wusste, dass sie sich mit uns treffen wollte. Etwas spaeter trudelten dann auch Tarek und Pavel ein und wir gingen ueber den Campus der Georgetown University zur Mall und besuchten ein paar Denkmaeler. Dabei schuss ich auch einige lustige Bilder. Wir sahen das Vietnam Memoroial, das Lincoln Memorial und das Denkmal an den zweiten Weltkrieg, welches gerade vor einigen Wochen eingeweiht wurde.

Als wir wieder zurueckkamen machte sich Mary Edith auf den nach Hause Weg und wir anderen gingen zu einer Hooka Bar nach Georgetown. Da die aber eine Bestellung unter 20 Bucks nicht annahmen, gingen wieder, da wir das ziemlich unverschaemt fanden. Wir landeten dann doch noch in unsere Stamm Hooka Bar, wo wir um 3PM herausgebeten wurden.

Sonntags erledigte ich dann einige Einkauefe, da ich nicht mal mehr etwas fuer auf meine Bagels hatte. Es war also dringend noetig, mal wieder Grundnahrungsmittel ins Haus zu schaffen. An meinem Report konnte ich leider wieder nicht arbeiten. Meine grenzenlose Faulheit hat einfach gesiegt.