11 Mai

Da Gabi furchtbare Rueckenschmerzen hatte, zeigte ich ihr am Montag ein paar Uebungen im Gym, mit der sie ihr Rueckenmuskulatur etwas staerken kann, um dann beim naechsten mal, wenn sie wieder Schaafe herumheben muss, keine Probleme mehr hat. Leider hatte sie nur wenig Zeit, weshalb ich nicht wirklich auf meine Kosten kam und deshalb nochmal ein zweites Rueckentraining einplanen musste. Da es Dienstag auch aufhoerte zu regnen, war es mir moeglich, zum Gym und auch zum Fraunhofer zu kommen. Geregnet hatte es ja nun auch wirklich genug.

Am Dienstag wollte ich dann eigentlich nur in den Giants fahren. Das ist ein Supermarkt im Stil von Real oder Shoppers. Da ich nicht wusste, dass ich dorthin mit dem Fahrrad komme, bin ich vorher noch nie dagewesen. Der Shop war ganz in der Naehe einer Einkaufsmall, was ich mit entzuecken feststellte. Deshalb entschloss ich mich zu einem kleinen Einkaufsnummel. Besonsers interessant fand ich den "Old Navi" Shop. Dort kann man Klamotten bekommen, die nicht nur kultig aussehen, sondern auch gar nicht so teuer sind. Ich verbummelte also meine Zeit dort und merkte gar nicht, wie es immer spaeter wurde. Danach bin ich deshalb schnell nach Hause gefahren, um so Sachen, wie Milch in den Kuehlschrank zu stellen und machte mich dann gleich wieder auf den Weg ins Gym.

Das Wetter hielt sich die Woche auch recht stabil. Wenn es regnete, dann meistens Nachts, was mir ja nicht so sehr viel ausmacht. Ich war deshalb staendig irgendwo unterwegs im Gym, Raquettball spielen, oder im WAM Lab. So hatte ich wenigstens immer genug zu tun.

Am Donnerstag holte mich dann Nil, ein Arbeitskollege, ab, um in einen Club nach Baltimore zu fahren. Nachdem er um 10pm bei mir eintrudelte, machten wir uns auf den Weg zum Campus der Universitaet von Baltimore, um dort seine Freundin abzuholen. Danach ging es dann in die Innenstadt. Da Nil den Weg nicht mehr wusste, war es eine groessere Angelegenheit, den Club zu finden. Schlussendlich fanden wir ihn aber doch. Da College Night war, durfte man mit einem Eintritt von 12$ kostenlos Getraenke bestellen. Es hatte zwar zuerst etwas gedauert, bis ich an meinen Long Island Icetea kam, aber der hat mir dann auch fuer den ganzen Abend gereicht. Ich machte mich auch gleich auf zur Tanzflaeche, wo sich schon Menschenmassen versammelten. Deshalb war es nicht ganz so einfach sich einen Platz dort zu verschaffen. Die Musik war zwar am Anfang ganz gut, wurde im Verlauf des Abends aber immer schlechter, so dass ich irgendwann die Lust am Tanzen verlor. Als ich dann noch so umherstreifte, ging ploetzlich die Musik aus und ich war sichtlich irretiert. Die Clubs muessen hier allerdings schon um 1.30am schliessen. Wir machten uns also wieder auf den nachhauseweg und ich war froh, als ich dann um 3am endlich im Bett lag. Ich musste ja wieder um 6am aufstehen. Mit Kaffee war das am naechsten Tag eigentlich kein Problem.

Am Freitag wollte ich mir dann endlich meine Kamera kaufen. Ich fuhr deshalb nach der Arbeit nach Hause, um dort auf Moskie und Gabi zu warten, die mit mir dorthin fahren wollten. Im BestBuy angekommen, fand ich auch direkt das Objekt meiner Begierde und schlug zu. Ausgeruestet mit meiner neuen Canon Poweshot A75, einer Kameratasche und Akkus gingen wir dann noch etwas essen, wo ich dann auch schon meine ersten Bilder schoss, welche man auch in meiner Bildergallerier bewundern kann. Danach gingen wir noch ins Kino. Der Film "Mean Girls" war ganz unterhaltsam, so dass ich trotz meiner kurzen Nacht nicht eingeschlafen bin.

Samstags verbrachte ich meine Zeit damit, meinen Koerper im Gym zu quaelen. Gegen Abend wollte Paul dann aber noch einen Film sehen, wozu er mich einlud. Es kamen noch ein paar Freunde vorbei und wir sahen zusammen die Chapelle Show, ein Comedy Show, die hier ziemlich populaer ist.

In der gleichen Nacht machte ich mich noch auf den Weg zum Campus, um die ersten Nachtbilder mit meiner neuen Kamera zu schiessen. Dazu habe ich mir das Stativ von Daniel ausgeliegen, um Langzeitbelichtungen machen zu koennen. Meine erste Location sollte die McKeldin Library sein. Ich stellte mein Rad ab und bereitete mein erstes Foto vor, indem ich das Stativ aufstellte und die Kamera darauf befestigte. Dann musste ich nur noch die Belichtungs- und die Schliesszeit einstellen. Ich benoetigte vier Aufnahmen, bis ich das erste Bild so hatte, wie ich es wollte. Ich fotografierte dann noch den Brunnen und das "Administrative Office", was durch die 10 sekuendige Belichtungszeit auch sehr gut geklappt hat. Hin und wieder musste ich den betrunken Studenten aus dem Weg gehen, die an dem Samstagabend ihren nach Hause Weg von verschiedenen Parties zelebrierten. Leider gaben meine Batterien bald den Geist auf, weshalb ich keine weiteren Bilder mehr schiessen konnte. Um vier Uhr morgens war ich dann auch wieder zu Hause, nachdem ich im WAM Lab noch etwas am Computer "gearbeitet" hatte.

Am Sonntag gab es dann noch ein letztes Barbeque fuer unseren Mitbewohner Paul. Er verlaesst das Haus am Donnerstag, um sein Phd in Schweden fertig zu stellen. Wirklich schade, da er zum einen der einzige Amerikaner im Obergeschoss war und zum anderen ein sehr netter und interessanter Mensch ist. Das Barbeque war mal wieder unheimlich lecker und es waren auch noch ein paar Freunde da, mit denen man sich wunderbar unterhalten konnte. Mal sehen, was wir da als Mitbewohner wieder reinbekommen.