17 Mai

Die Arbeitswoche war diesmal ziemlich kurz. Da das gesamte Fraunhofer Personal auf eine Sitzun gefahren ist, hatten die Studenten nur einen halben Tag am Donnerstag und Freitag sogar ganz frei. Am Dienstag nahm ich aber noch an einem HDCP Meeting teil, in dem die anderen Leiter des HDCP Projekts ueber unsere Arbeitsergebnisse informiert werden sollten. Den Donnerstag begann ich dann mit einem Kaffe im Star Bucks in der McKeldin Library, da Jen, die aufschliessen sollte, erst um neun kam. Ich koennte mich allerdings auch gut an so etwas gewoehnen ;-).

Diese Woche zog auch Paul aus, was ich sehr schade fand, da er wirklich ein prima Kerl war oder ist. Da er aber sein Phd in Schweden fertig machen moechte, wollte er noch ein paar Wochen mit seiner Familie in Boston verbringen. Am Mittwoch half ich ihm also, seine sieben Sachen in seinen Leihwagen zu packen und alle Mitbewohner sassen noch auf ein Bierchen zusammen.

Am Freitag ging ich mit Gabi zum Lunch und verbrachte den restlichen Tag mit dem schiessen von ein paar Bildern auf dem Campus. Abends ging ich dann noch ins Kino auf dem Camus. Da die Studenten hier Pruefungswoche haben, kostete der Eintritt nur 1$. "The girl next door" war eigentlich eine sehr witzige Komoedie. Allerdings waere es sicherlich lustiger gewesen, wenn ich nicht alleine dort gewesen waere.

Als ich aber danach nach Haus kam, fragte mich ein Freund von Paul, Tarek, den wir in den letzten Tagen kennengelernt hatten, ob ich nicht Lust haette, mit nach DC in einen Club zu gehen. Dort sollten mehrere Bands auftreten. Obwohl ich eigentlich ziemlich muede und geschafft war von der staendigen Hitze, raffte ich mich auf und wir nahmen mit Brian, Phillip und Pavel die Metro nach DC.

Zu Beginn war die Musik eher schlecht als Recht, weshalb wir uns auch in einen anderen Teil des Clubs schafften, in dem recht gute Musik lief, auf die man auch tanzen konnte. Tarek, mit dem ich hier war, hatte auch noch andere Freunde von seinem Master Programm mit dabei, mit denen ich mich super verstand. Ich blieb dort bis um 1AM und seilte mich dann mit ein paar Freunden ab, um ein Taxi in einen anderen Teil Washingtons zu nehmen. Dort gingen wir noch in einen anderen Club mit dem Namen Crush.

Dieser schloss, wie alle anderen Clubs auch um 2:30AM und wir kaempften uns noch zur Wohnung einer der Freunde. Die Strassen wahren gesaeumt mit Pizza essenden Menschen, was scheinbar so eine Art Tradition in diesem Teil war. Um 5AM wurde ich dann nach Hause gefahren, denn ich war auch totmuede.

Am Samstag wollte uns Moskie abholen. Wir entschieden uns dazu, das schoene Wetter zu nutzen und zu den Batting Caches zu fahren. Diesmal ging auch Dave mit, der regelmaessig Golf spielt und uns deshalb erklaerte, wie man zu stehen und zu schlagen hat. Baseball lag mir aber irgendwie mehr. Wir fuhren anschliessend noch zu Moskie, wo wir ein unheimlich leckeres BBQ hatten. Den Abend rundeten wir noch mit einem Film ab, denn wir uns in der Videothek ausliehen. Ich war sehr ueberrascht ueber Moskies Wahl. "The Texas Chainsaw Massacre" versprach nicht sonderlich witzig zu werden. Der Inhalt machte dem Inhalt auch alle Ehre und war eigentlich nur platt und krank.

Eigentlich wollte ich am Sonntag mal meine Waesche waschen. Da Gabi aber fragte, ob ich nicht Lust haette, trainieren zu gehen, verwarf ich diese Planung wieder. Da wir erst um zwei los kamen, wurde es dann auch entsprechend spaet. Ich ass deshalb noch etwas, als ich wieder nach Hause kam und machte mich dann noch auf, um Teresa eine Email zu schreiben. Schliesllich hatten wir uns schon eine Ewigkeit nicht mehr gehoert.

Diese Woche sollen die Cicadas richtig heraus kommen. Das sind so ueberdimensionale Fliegen, von denen alle 17 Jahre eine ganze Invasion schluepft. Leider habe ich genau so ein Jahr erwischt. Ich hoffe mal, dass es nicht so schlimm wird. Bis jetzt ist es aber noch ganz gut zu ertragen.