24 Mai

Da die letzten Tage im Fraunhofer nicht gerade von Produktivitaet gekennzeichnet waren, kam es mir nicht ungelegen, dass ich in unserem Meeting am Montag jede menge Aughaben auf's Auge gedrueckt bekam. Da wir in die naechste Phase einsteigen wollten, musste eine neure Programmversion vorbereitet werden. Ausserdem haben wir beschlossen, mehr Zeit in die Untersuchung der Fehler zu investieren, um nach den Tests weniger Probleme zu haben. Mikael bat mich ausserdem darum, einen Bericht ueber meine Arbeit zu schreiben. Da dies ein Teil des NASA Forschungsberichts werden koennte, versuche ich mich natuerlich ins Zeug zu legen.

Die meisten Tage blieb ich dann auch entsprechend laenger im Fraunhofer, was aber auch nicht weiter schlimm war, denn zu Hause haette ich ohnehin nicht viel tun koennen und waere dann womoeglich wieder vor den Fernseher versackt.

Da Gabi fuer ein paar Wochen nach Venezuela faehrt, wollte sie sich am Mittwoch noch einmal mit uns zum Essen treffen. Ich nahm als die Metro direkt nach der Arbeit, um nach DC zu kommen. In Gabi's Apartment bekamen wie dann wie immer erst einmal guten Rotwein serviert. Dann wollte Gabi noch unbedingt Salsa tanzen, was aber die gesamte Maennerwelt nicht sehr begruesste. Wir machten uns dann aber auch bald auf in Richtung Adams Morgan.

Auf dem Weg dorthin konnten wir auch Cicadas sehen, was eigentlich fuer die Stadt sehr ungewoehnlich war, bisher. Es wird aber von Tag zu Tag schlimmer und die widerlichen Dinger fliegen nun schon ueberall herum. Bleibt nur zu hoffen, dass es nicht so lange andauert.

Das "Rumba Cafe" war ein kultiges Rstaurant mit suedamerikanischem Flair. Das Essen war zwar nicht umwerfend, aber das machte die live band wieder weg. Wir teilten uns alle zusammen eine BBQ-Platte mit Wurst, Rippchen und Blutwurst. Diese Blutwurst bestand allerdings nur aus getrochnetem Blut und hatte nicht die Konstistenz wie in Deutschland.

Die Abende bis zum Wochenende verbrachte ich zum groessten Teil mit der Arbeit und schaffte mich auch ein paar mal ins Gym. Vor allem aber arbeitete ich auch mit Eifer an dem Eimer mit Eiscreme, der 1,5Galonen fasste und welches ich mir die letzte Woche zugelegt hatte.

Um endlich mal etwas in DC herumzukommen, nutzte ich den Samstagabend, um mich in den Gegenden "Adams Morgan" , "Dupont Circle" und "Georgetown" umzusehen. Es ist vor allem an den Wochenenden genial, da die pubs und Kneipen ihre Aussenterassen oeffnen und die Musik auf die Strassen dringt. Auch die Gebaeude dort machen die Gegend aus. Allerdings habe ich das Bild von Toulouse-Lautrec immer noch nicht gesehen. Ich werde mich aber das naechste mal umschauen, oder einfach mal Ali fragen, die in Adams-Morgan wohnt und dort ist es ja angeblich. Das waere doch gelacht, wenn ich das nicht finden wuerde.

Am Sonntag wurden wir dann noch von Gabi's Mutter zum Essen eingeladen. Sie wohnt eigentlich in Venezuela und verbringt eine Woche in DC. Sie war furchtbar nett und das Essen war grossartig. Es gab vor allem auch leckere Schokolade aus Venezuela, wo der Kakao auch abgebaut wird . Ja Tess, hat wirklich lecker geschmeckt. Schliesslich bekomme ich hier staendig etwas mit den Schokoladenhasen vorgekaut.

Den Bericht, den ich fuers Fraunhofer habe ich zwar nicht uebers Wochenende fertiggestellt, wie erhofft, aber schliesslich bekomme ich die Ueberstunden ja auch nicht bezahlt ;-).