26 April

Trotz mehrfacher Ankuendigung in der Wettervorhersage blieb uns der Regenguss Montags erspart. Es war bestaendig sonnig und dementsprechend quaelte mich auch mein Heuschnupfen regelmaessig, wenn ich mal nicht gerade in einem Raum mit Klimaanlage war. Die Woche nutze ich vor allem, um mich im Recreation Center zu schinden. Ich fuhr also nach der Arbeit nach Hause, ass etwas und radelte wieder in Richtung Campus. Am Dienstag fragte mich Paul, ein deutscher Mitbewohner, ob ich nicht Lust haette Squash zu spielen, da ich zuvor erwaehnt hatte, dass das sicher lustig sei. Ich also um 7pm am CRC und eine viertel Stunde auf Paul gewartet (*grrr*). Dann haben wir uns das Squash Equpment ausgeliehen, was gluecklicherweise in dem Mitgliedsbeitrag von 60$ mit drin ist. Als wir uns dann in eine der Spielboxen eingenistet hatten, mussten wir nur noch wissen, wie man das spielt. Wir versuchten uns mit unseren ersten Schlaegen, aber waren ziemlich ueberrascht von der Traegheit des Balles. Es war also nicht wirklich lustig, weswegen ich mal bei den Jungs nebenan angefragt habe, wie man das den Spielt. Da stellte sich auch unser Fehler heraus. Wir hatten zwar Squashschlaeger- und ball, aber wir waren in einer Racquettballbox. Da der Racquettball aber viel lustiger huepfte, tauschten wir das Zeug gegen Racquettequepment. Dann konnte es losgehen. Zuerst liessen wir uns von den Linien, die wohl irgendwie die Struktur des Spielfeldes wiedergeben sollten, nicht verwirren und begannen damit, den Ball so kontrolliert wie moeglich gegegen die Wand zu schlagen, was uns aber eher schlecht als recht gelang. Ich ueberlegte mir dann ein paar Regeln, mit denen es dann auch etwas besser klappte und wir dem Begriff Spielfluss etwas naeher kamen. Nach einer Stunde waren wir aber beide fertig und trafen den Ball deshalb onehin fast nicht mehr. Ich stemmte deshalb noch ein paar Gewichte und machte mich dann auch auf nach Hause.

Die Woche spielte ich noch mehrere male Racquettball, aber allerdings alleine zum warm machen vorm trainieren. Mit etwas Uebung und einer steigenden Trefferrate macht es richtig viel Spass. Leider habe ich die Regeln immer noch nicht verstanden. Im Internet waren zwar massig Webseiten uener diesen Sport, aber die Regeln waren leider nicht wirklich gut zu extrahieren. Mein amerikanischer Mitbewohner Paul II, war begeistert, als ich ihn fragte, ob er nicht einmal Lust haette mitzuspielen. Ich werde ihm also diese Woche mal zeigen, was ne Harke ist ;-)

Ich muss allerdings dazu sagen, dass er ein Leistungssportler ist und ich wahrscheinlich alle Muehe haben werde, seine Schlaege zu erwidern. Mal sehen, wie er sich so schlaegt.

Am Samstag war Maryland Day der University of Maryland und unter dem Motto "Explore our world" wurden die unterschiedlichen Fachbereiche vorgestellt. Moskie holte Daniel und mich morgens ab und wir fuhren zur Campus Farm auf der Gaby Schaafe vorfuerte, dass sie vorher wochenlang trainiert und gepflegt hatte. Sie bekam dafuer den zweiten Platz in ihrem Duchgang. Das Wetter war traumhaft und deshalb auch entsprechend viele Besucher dort. Ueberall wurde gegrillt oder irgendetwas vorgefuehrt. Am beeindruckensten war fuer mich der Roboter, der von der Universitaet fuer die Nasa entwickelt wurde, um Wartungsarbeiten an einer Raumfaehre durchfuehren zu koennen. Moskie versuchte sich auch daran, diesen zu lenken.

An diesem Tag bekam ich meinen ersten Sonnenbrand, der aber noch zu ertragen war, da ich nicht allzu lange von der Sonne gbraten wurde. Abends ging ich dann noch ins Campuskino, was fuer Marylandstudenten gerade mal 3 Bucks kostet. Der Film hiess Eurotrip. Eine Komoedie, die zwar unterhaltsam war aber die Witze konnten flacher eigentlich nicht sein. Um eine deutsche Familie zu charakterisieren, ist der ca. 7 jaehrige Sohn der Familie staendig mit Hitlergruss durch die Wohnung glaufen. Ich denke, bei einem Funken Feingefuehl fuer dieses Thema haette man dieses vermieden.

Am Sonntag war dann eigentlich Magic-Abend angesagt. Moskie, Gaby und ein paar Freunde, wollten vorbeikommen, um so eine Art Rollenspiel zu spielen. Morgens bin ich aber erst noch zur Shopping Mall geradelt, um dort in einem Kleiderladen Schnaeppchen abzustauben. Leider gab es nichts wirklich interessantes, aber ich bekam am Bagels-Place noch leckere Bagels mit leckerem Paprika-Gewuerz. Hoellisch gut aber auch recht scharf. Leider habe ich nicht bedacht, dass ich diese ja zum Fruestuck esse. Der wuerzige Bagel mit meinem Kaffee "Vanilla Roast" hat sich dann heute Morgen nicht wirklich gut vertragen.

Nachdem ich nach meinem Fitnessstudioaufenthalt wieder zu Hause war, wartete ich nur noch auf Moskie und raeumte nebenbei noch mein Zimmer etwas auf. Als um sieben Moskie dann immer noch nicht da war, bin ich in den Garten gegangen, wo meine Mitbewohner fleissig versuchten den Grill fuer ein gemeinsames Barbeque anzufeuern. Ich blieb dann dort haengen, spielte Frisbee und liess mir ein leckeres Steack servieren. Ian, unser einziger wirklich amerikanischer Mitbewohner hatte sichtlich Spass an der Grillerei und fragte staendig in die Runde "Who wanna have his Steak well done?" und verteilte diese dann. Da alles recht ungezwungen war, wurde es richtig lustig.

Moskie trudelte dann auch ein, aber ohne Freunde. Die hatten kurzfristig abgesagt. Daniel backte dann noch leckere Apfelpfannenkuchen und wir schauten uns noch "Kill Bill I" an, da wir diese Woche in den zweiten Teil gehen wollen.

Heute nacht hatte es dann auch wieder geregnet und es soll laut Wettervorgersage auch so weitergehen bis Mittwoch. Ich hoffe nur, dass es nicht staendig regnet, so dass ich auch mal ins CRC kann.